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Flugplätze der Allgemeinen Luftfahrt

 
 

Ein Flugplatz ist eine für Start und Landung von Luftfahrzeugen bestimmte und behördlich zugelassene Land- oder auch Wasserfläche.

In der Bundesrepublik Deutschland herrscht für Luftfahrzeuge und Luftsportgeräte eine generelle Flugplatzpflicht. Das heißt, sie dürfen nur auf extra dafür vorgesehenen Geländen starten und landen.

Die Flugplätze, die den Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt zur Verfügung stehen, sind sehr unterschiedlich. Die Größe der Start- und Landebahn(en), offiziell als Piste(n) bezeichnet, legt fest, von welchen Flugzeugen der entsprechende Flugplatz genutzt werden kann. Die Bandbreite reicht in Deutschland von einer 360m langen Piste auf der Insel Baltrum, die nur kleinen Flugzeugen mit Kurzstartfähigkeit offen steht, bis zu den drei 4.000 m langen Asphaltbahnen mit den dazugehörigen Rollbahnen des internationalen Verkehrsflughafens Frankfurt Rhein/Main, der auch für die größten Flugzeuge des internationalen Luftverkehrs ausreichend dimensioniert ist.

Flugplatz Baltrum Flughafen Frankfurt


Weitere Flugplätze sind speziell für Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge zugelassen. Gerade letztere verfügen häufig ebenfalls über eine recht kurze Piste. Eine weitere Besonderheit stellen die reinen Hubschrauberlandeplätze dar, die aufgrund der Senkrechtstart- und Landefähigkeit von Helikoptern lediglich Flächen von 10 x 10 m und eine hindernisfreie Umgebung benötigen.

Neben der Größe der Piste ist auch deren Oberflächenbeschaffenheit von Bedeutung. Landebahnen mit einer unbefestigten Oberfläche - zumeist aus Gras - sind speziell bei regnerischen Wetterlagen schwierig zu nutzen, da Flugzeuge durch die aufgeweichte Oberfläche eine deutlich verlängerte Strecke zum Abheben benötigen oder beim Rollen im aufgeweichten Untergrund sogar stecken bleiben können. Hier können sich auch leichter Unebenheiten bilden als bei Bahnen aus Asphalt oder Beton, die zudem Flugzeuge mit einem höheren Gewicht tragen. Soll der Verkehr wetterunabhängig und mit größeren Flugzeugen ermöglicht werden, ist eine Start- und Landebahn mit einem sog. Hartbelag also unbedingte Voraussetzung.

Die Pisten werden übrigens nach ihrer magnetischen Ausrichtung benannt. Eine Landebahn mit einer südlichen Ausrichtung von 180 Grad, wird als Piste 18 bezeichnet. Landet man in der Gegenrichtung nach Norden, dann setzt man auf der Piste 36 auf. Parallel ausgerichtete Pisten werden mit dem Zusatz R für rechts und L für links ergänzt - also z.B. 09R oder 09L.

Piste 15 des Flugplatzes Mattsies Psiet 09 R von Berlin-Tempelhof


Die Ausrichtung der Start- und Landebahnen auf Flugplätzen ist in der Regel den lokalen Windverhältnissen angepasst, denn sowohl beim Start wie auch bei der Landung ist es wünschenswert, dass der Wind möglichst von vorne kommt. Seitenwind kann das Starten und Landen für den Piloten erheblich erschweren.