Friesisch ausgedrückt heißt Juist das Töwerland - das Zauberland. Und tatsächlich hat diese Insel einiges zu bieten, was andere Inseln in der Region nicht haben. Die ganzen 17 km der Insellänge sind im Norden herrlichster Sandstrand. Wo nur Pferdefuhrwerke, Fahrräder und Fußgänger den Straßenverkehr bestimmen, stellt sich automatisch eine gewisse Ruhe und Gelassenheit bei den Insulanern ein, die sich offensichtlich unmittelbar auf jeden Besucher überträgt. Kurz gesagt: Juist lädt ein zum Entspannen, Erholen und die Seele baumeln lassen. Landet man auf der 700 m langen Piste von EDWJ, befindet man sich augenblicklich innerhalb einer bedeutenden und bekannten Einrichtung der Insel. Der Flugplatz wird von der "Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V., kurz JUBI genannt, betrieben. Die Einrichtung wurde 1965 von Dr. Theodor Wuppermann gegründet und orientiert sich konzeptionell an der Kurzschulidee von Kurt Hahn. Seither haben mehr als 80.000 Jugendliche die Kurse der JUBI besucht und in den meisten Fällen wichtige Impulse für ihre Persönlichkeitsbildung mitgenommen. Auch EADS und Airbus schicken ihre Azubis regelmäßig nach Juist.  |  |
In Fliegerkreisen ist der Flugplatz Juist schon seit Langem bekannt. Im Sommer kann man öfter beobachten, dass Piloten und deren Mitflieger nur mit einer Badehose und einem Strandhandtuch bewaffnet aus dem Flugzeug klettern. Sie begeben sich dann zielstrebig in Richtung Dünen, wo ihnen nach zweihundert Metern der gesamte Sandstrand Juists zu Füßen liegt. Kürzer ist der Weg vom Flugplatz zum Strand wohl nirgendwo in Deutschland. Plagt dann irgendwann der kleine Hunger, genügt der Weg zurück zum Flugplatz, wo man im Flugplatzrestaurant sehr Schmackhaftes und frisch Zubereitetes aus dem Meer und von der Weide verspeisen kann. Natürlich hat Juist wesentlich mehr zu bieten als Flugplatz und Strand. Während der Flugbetriebszeiten stehen am Flugplatz immer eine oder mehrere Pferdekutschen bereit, um die Gäste in den 4 km entfernten Hauport der Insel zu bringen. Die Fahrt dauert ca. eine halbe Stunde und stimmt so den Besucher schon eindrucksvoll auf die ruhigere Gangart der Insel ein. Wer gut zu Fuß ist, kann natürlich auf laufen. Damit die Strecke nicht zur Qual wird, kann man etwa auf halbem Weg im Café Wilhelmshöhe einkehren und die bis dahin verbrauchte Energie wieder auftanken. Im Ort angekommen, lässt sich jeder Punkt bequem zu Fuß erreichen. Für etwas mehr ist das Fahrrad das beliebteste Fortbewegungsmittel. An jeder Ecke findet man einen Fahrradverleih und wenn gutes Wetter ist, sind schon mal alle Räder "ausverkauft".  |  |
Im Hauptort "Juist" der Insel gibt es kulinarisch alles, was das Herz oder der Leib begehrt. Angefangen beim Imbiss für Fisch, Krabben und sonstigem Meeresgetier über Bistros bis hin zu wirklich guten Restaurants - es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Läden haben auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Auf der Nordseite der Insel findet man entlang des Strandes bis zum Westende der Insel reichlich Wanderwege. Parallel auf der Südseite verläuft ein hervorragend angelegter Fahrradweg. Natürlich darf ein Ziel nicht fehlen, wenn man die knapp 10 Kilometer zwischen dem Ortskern und dem westlichen Inselende strampelnd zurücklegen möchte: Das beliebte Ausflugsziel "Domäne Bill" - ein Bauernhof, auf dem es immer etwas zu essen und zu trinken gibt. Sicher gibt es auf Juist noch viel mehr zu entdecken. Durch die Offenheit der Leute wird die Entdeckungsreise auf der überschaubaren Insel zur wahren Freude! Aber Vorsicht! Es besteht die Gefahr, nicht genug davon zu bekommen! Links Text: Hans-Peter Walluf, Diamond Aircraft
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